Bauproduktverordnung Nr. 305/2011

„Bauprodukt“ – ist jedes Produkt oder jeder Bausatz, das bzw. der hergestellt und in Verkehr gebracht wird, um dauerhaft in Bauwerke oder Teile davon eingebaut zu werden, und dessen Leistung sich auf die Leistung des Bauwerks im Hinblick auf die Grundanforderungen an Bauwerke auswirkt.

Die Ausnahme für die Verpflichtung zur Erstellung der Leistungserklärung besteht für Bauprodukte, die

  • individuell gefertigt wurden oder als Sonderanfertigung nicht im Rahmen einer Serienfertigung
  • auf der Baustelle zum Zweck des Einbaus in das jeweilige Bauwerk in Einklang mit den geltenden nationalen Bestimmungen und unter Zuständigkeit der nach den geltenden nationalen Vorschriften für die sichere Ausführung des Bauwerks verantwortlichen Personen gefertigt wurde.
  • auf traditioneller Weise oder in einer der Erhaltung des kulturellen Erbes angemessenen Weise in einem nicht-industriellen Verfahren zur angemessenen Renovierung von Bauwerken, die als Teil eines ausgewiesenen Umfelds oder aufgrund ihres besonderen architektonischen oder historischen Werts offiziell geschützt sind, gefertigt wurde.


Anwendung der Verordnung

Die Grundlage für die CE-Kennzeichnung (Leistungserklärung) eines Bauproduktes ist entweder eine

  • Harmonisierte europäische Norm oder
  • Europäisch Technische Zulassung ETZ (englisch: ETA European Technical Approval)

Eine CE-Kennzeichnung von Bauprodukten auf Basis der Bauprodukte-Verordnung alleine ist nicht möglich. Der Hersteller eines Bauproduktes stellt eine Leistungserklärung aus und bringt eine CE-Kennzeichnung an. Verschiedene Systeme dienen zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit (Konformitätsbewertungsverfahren).

Bei den harmonisierten Normen zur Bauprodukte-Verordnung wird im Anhang, das System für die Bewertung und Überprüfung genannt.

Wie können wir helfen?

Gerne unterstützen wir Sie bei den unterschiedlichen Bewertungssystemen.