EMV-Richtlinie 2014/30/EU und Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU

Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit 2014/30/EU (ehemals 2004/108/EG)

Für den Zweck dieser Richtlinie gilt als „Gerät“ ein fertiger Apparat oder eine als Funktionseinheit auf dem Markt bereitgestellte Kombination solcher Apparate, der/die für Endnutzer bestimmt ist/sind und elektromagnetische Störungen verursachen kann/können oder dessen/deren Betrieb durch elektromagnetische Störungen beeinträchtigt werden kann.

Anwendung der Richtlinie

Betriebsmittel müssen nach dem Stand der Technik so konstruiert und gefertigt sein, dass

  • die von ihnen verursachten elektromagnetischen Störungen keinen Pegel erreichen, bei dem ein bestimmungsgemäßer Betrieb von Funk- und Telekommunikationsgeräten oder anderen Betriebsmitteln nicht möglich ist;
  • sie gegen die bei bestimmungsgemäßem Betrieb zu erwartenden elektromagnetischen Störungen hinreichend unempfindlich sind, um ohne unzumutbare Beeinträchtigung bestimmungsgemäß arbeiten zu können.

 

„Niederspannungsrichtlinie“ = Richtlinie für elektrische Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen

Als elektrische Betriebsmittel im Sinne dieser Richtlinie gelten elektrische Betriebsmittel zur Verwendung bei einer Nennspannung zwischen 50 und 1000V für Wechselstrom und zwischen 75 und 1500V für Gleichstrom mit Ausnahme der Betriebsmittel und Bereiche, die in Anhang II aufgeführt sind.

Die Spannungsgrenzen beziehen sich auf die Eingangs- und Ausgangsspannung, nicht auf die Spannung, die innerhalb der Geräte auftreten kann.

Anwendung der Richtlinie

Für alle elektrischen Betriebsmittel im Sinne der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU (ehemals 2006/95/EG) muss vom Hersteller oder seinem in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigen eine Interne Fertigungskontrolle durchgeführt werden.

Das Verfahren umfasst 3 wesentliche Schritte:

  • Zusammenstellung der technischen Unterlagen: Bevor ein elektrisches Betriebsmittel in Verkehr gebracht wird, stellt der Hersteller die technischen Unterlagen (Risikoanalyse und -bewertung, Prüfberichte, Ergebnisse der Konstruktionsberechnungen, Fertigungszeichnungen und -pläne von Bauteilen, Beschreibung des elektrischen Betriebsmittels…) zusammen, anhand derer beurteilt werden kann, ob das elektrische Betriebsmittel den Anforderungen der Richtlinie entspricht.
  • Konformitätserklärung: Der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft niedergelassener Bevollmächtigter muss ferner vor Inverkehrbringen des Produkts eine schriftliche Konformitätserklärung ausstellen.
  • CE-Kennzeichnung: Vor dem Inverkehrbringen muss ein elektrisches Betriebsmittel mit der CE-Kennzeichnung versehen werden.

 

Wie können wir helfen?

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